Menopause Podcast Interview
Wer denkt, die Periode sei ein Tabu, hat sich noch nicht mit der Menopause beschäftigt: Ein natürlicher Vorgang, der alle menstruierenden Menschen in ihrer sogenannten Lebensmitte begleitet – über den allerdings hartnäckig geschwiegen wird. Dabei birgt die Phase so viel mehr als Schweiß, Drama und Tränen. Ein Artikel über das Gold der Wechseljahre.
Inhalt
Krise in der Lebensmitte
Wtf ist die Menopause?
Der Leidensdruck – die Kehrseite der Medaille
Geteiltes Leid ist halbes Leid: Podcast Interview
Inkontinenz
Das große Erwachen – the Big Bang
Die entflammende Lust
Vaginale Trockenheit
Zyklustracking – das Tor zu dir
Tipps für eine entspannte(re) Menopause
Ein Update für unser Mindset
Ressourcen
Dieser Artikel ist für alle: Menstruierende, Menschen in den Wechseljahren oder Menschen, die Menschen kennen, die in den Wechseljahren sein könnten.
1. Krise in der Lebensmitte
Wenn man zeit seines Lebens dachte, der Menstruationszyklus im Allgemeinen und die Periode im Besonderen sei ein Tabu – dann willkommen zur sogenannten „zweiten Lebenshälfte“: den Wechseljahren.
Sie genießen keinen guten Ruf und zeigen sich in Filmen als ältere Frauen* mit hochrotem Kopf, die in ihre Bluse transpirieren und sich melodramatisch Luft zu fächern.
We get it. Scheint unangenehm und schwitzig zu sein.
Des Weiteren klagen Menschen in der Menopause über Schlafprobleme, Gelenkschmerzen, emotionale Dünnhäutigkeit und Stimmungsschwankungen. Nicht selten treffen Frauen* in dieser Zeit extreme Entscheidungen, die Jobwechsel, Ehe und Lebenssinn beeinflussen: klingt nach einer dramatischen Midlife-Crisis.
Können wir uns von dem gesellschaftlich konstruierten Verständnis der Menopause von Drama und Krise verabschieden und stattdessen die Kraft dieser natürlichen Entwicklung würdigen?
2. Wtf ist die Menopause?
Erst mal vorweg: Die Menopause ist eine gesunde und normale Entwicklung im Leben einer menstruierenden Person. Im Zyklus unseres Lebens, stellt die Menarche (die erste Blutung) den Beginn und die Menopause (die letzte Blutung) das Ende der zyklischen Reise dar.
Die Menopause, oder auch Wechseljahre, macht sich u.a. durch unregelmäßigere Zyklen und ausfallende Perioden bemerkbar. Das passiert meist in den mitt- bis späten Vierzigern, kann aber auch schon in den Enddreißigern beginnen.
Menschen mit Uterus werden mit einer festen Anzahl an Eizellen geboren, wenn wir diese „aufbrauchen“, dann wachsen keine weiteren nach. Die einzelnen Eizellen wachsen in Eibläschen namens Follikel in den Eierstöcken heran, das dauert etwa 100 Tage. Wenn ein Ei springt – der Eisprung findet statt - produziert im Anschluss die kaputte Follikelhülle (auch Corpus Luteum oder Gelbkörper genannt) das Hormon Progesteron. Progesteron ist das sogenannte schwangerschaftserhaltende Hormon, macht uns müde und sorgt für guten Schlaf.
Ab Mitte dreißig gibt es immer häufiger Zyklen ohne Eisprung. Das bedeutet, dass es keinen Gelbkörper gibt, kein Progesteron ausgeschüttet wird und es zu keiner Blutung kommt. Gleichzeitig kann der Progesteronmangel zu Symptomen wie PMS, Stimmungsschwankungen, Schlafproblemen oder schmerzenden Brüsten führen.
„Zwischen 38 und 44 fängt die Prämenopause meist an – das sind diskrete Veränderungen im Hormonhaushalt“, schreibt Sheila de Liz in ihrem Buch Woman on Fire. Diese Phase kann 5-10 Jahre dauern. Gerade in diesem Alter fühlen viele Frauen* sich schlecht, wissen aber nicht wieso und erhalten selten den Rat, dass es bereits der schleichende Beginn der Wechseljahre sein könnte.
„An die Prämenopause schließt sich oft nahtlos die Perimenopause an, dies sind die eigentlichen Wechseljahre, und sie dauern bis ein, zwei Jahre nach der letzten Periode, die man die Menopause nennt. Jawohl, die Menopause ist der Begriff für die letzte Periode, wenn zwölf Monate lang keine Blutung mehr nachgekommen ist! Die Perimenopause geht dann nahtlos über in die Postmenopause.“
Der Begriff Wechseljahre ist deshalb sehr treffend: es handelt sich um einen Prozess, der mehrere Jahre oder über ein Jahrzehnt dauern kann.
3. Der Leidensdruck – die Kehrseite der Medaille
Der Leidensdruck während der Wechseljahre kann enorm sein: Schlafprobleme, die sich langfristig auf das Gemüt und allgemeine Wohlbefinden auswirken. Wer von uns kann schon sagen, dass wir unter Schlafmangel die besten Entscheidungen treffen oder besonders geduldig mit unseren Mitmenschen umgehen? Vermutlich die wenigsten. Dann stelle man sich jahrelange Schlafprobleme vor, die mit Gelenkschmerzen, Hitzewallungen und vaginaler Trockenheit einhergehen.
Hinzu kommt, dass vor allem Frauen* mitgegeben wird, dass Schmerzen und Beschwerden durchgestanden werden müssen. Bereits in unserer Jugend und ab der ersten Periode wird Frauen* beigebracht, dass Schmerzen normal seien. Periodenkrämpfe, Geburtsschmerzen und offensichtlich die Leiden der Menopause gehören zum Frau-Sein dazu: da musst du jetzt durch!
Tatsache ist, dass alle Frauen*, die keinen frühen Tod erleiden, in ihren Vierzigern und Fünfzigern die Wechseljahre erleben. Trotzdem wird darüber leider kaum gesprochen und Frauen* nach wie vor nahegelegt, ihre Probleme bitte mit sich selbst auszumachen, denn die Gesellschaft möchte von der Menopause und den nervigen Symptomen genauso wenig mitbekommen wie von Fehlgeburten, Abtreibungen, vaginaler Trockenheit, Inkontinenz, Perioden oder Zyklusbeschwerden.
4. Geteiltes Leid ist halbes Leid
Am 17. Mai findet ein kostenloser Frauenkreis zur Menopause statt. Alle sind herzlich eingeladen, du musst noch nicht in den Wechseljahren sein oder deine letzte Periode kann schon Jahrzehnte her sein.
Fakt ist – nein, Schmerzen sind nicht normal. Weder Periodenschmerzen noch Zyklusbeschwerden, Gelenkschmerzen oder ähnliches. Häufig deuten extreme Schmerzen auf Probleme hin, die von spezialisierten Ärzt:innen oder Fachkräften untersucht werden sollten. Außerdem darf für diese Leiden frühzeitig medizinische oder psychotherapeutische Hilfe aufgesucht werden – und sollte es auch.
Abgesehen von der medizinischen Fachberatung rate ich allen Menschen, sich eine Gruppe oder Gemeinschaft zu suchen, der sie sich anvertrauen können. Ich leite beispielsweise wöchentliche und monatliche Frauenkreise, in denen gleichgesinnte Menschen zueinander finden, um Themen zu besprechen, die sie möglicherweise nicht mit ihren Partner:innen, Freund:innen und/oder in der Familie besprechen können oder wollen.
Sich anderen anvertrauen zu können und über mögliche Berührungspunkte zu sprechen, kann bereits sehr erfrischend und heilsam sein. Wir müssen nicht alles allein durchstehen. Glücklicherweise kommen wir langsam von diesem Gedanken weg, dass nur „psychisch Kranke“ zur Psychotherapie gehen. Denn die Heimlichtuerei und Stigmatisierung macht den Leidensdruck natürlicher Lebensvorgänge noch viel größer.
Da über dieses Thema so selten gesprochen wird - auch nicht mit Partner:innen oder Freund:innen - habe ich vier Frauen Post-Menopause zu einem Gespräch in meinen Podcast The Enoki Tribe eingeladen. Astrid (70), Silvia (60), Katja (56) und Petra (55) teilen mit viel Herz und Humor ihre Erfahrungen mit den Wechseljahren und der Zeit danach. Wir sprechen ganz offen über das Bild der „älteren Frau“ in der Gesellschaft, über Fruchtbarkeit, Inkontinenz, vaginale Trockenheit sowie über Lust, Verhütung, Sex und Sexualität!
Hör unbedingt rein, es ist ein unfassbar spannendes Gespräch! Egal, ob du noch lange vor den Wechseljahren bist, dich mittendrin oder Jahrzehnte Post-Menopause befindest. Und schicke es an alle Menschen, die es interessieren könnte.
Ein großes Dankeschön an diese vier mutigen Frauen, die, ohne zu zögern, ihr JA zu dieser Podcast Episode gegeben haben. Dadurch helfen sie, das Tabu zu brechen und intergenerationalen Austausch zu stärken. So viel Liebe für euch!
Du kannst den Podcast auch Spotify und Apple Podcasts anhören.
5. Inkontinenz
Kein sexy Thema, betrifft aber nicht erst Frauen* in den Wechseljahren. Mir berichten immer wieder junge Frauen*, noch in ihren Zwanzigern, von Problemen mit Inkontinenz. Dies kann durch die Geburt eines oder mehrerer Kinder passieren, durch eine verschleppte Blasenentzündung, einen schwachen Beckenboden oder andere somatoforme Störungen.
Daher: auch Inkontinenz sollte nicht mehr als heimliches, peinliches Problem angesehen werden. Glücklicherweise gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, damit umzugehen. Es gibt nicht mehr nur Tena Lady Produkte, sondern Periodenunterwäsche, die speziell für Inkontinenzprobleme hergestellt wird.
Liebe Hersteller:innen von Binden, Slipeinlagen & Co: wir wünschen uns eine größere Auswahl an Inkontinenz Produkten sowie eine authentische, humorvolle Aufklärung darüber!
Im Podcast Interview berichten die vier Frauen davon, wie wichtig es ist, auf den eigenen Körper zu achten: durch gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Übungen für den Beckenboden. Die wichtigsten Fragen zu Yoni Eiern beantworte ich hier.
6. Das große Erwachen – the Big Bang
Nicht selten höre ich von Frauen* in ihren Endvierzigern, dass sie sich die letzten 25 Jahre zurückgenommen haben: für die Familie, für die Kinder, für den Partner. Sie haben sich nicht selten der Familie geopfert und ihre eigenen Bedürfnisse ganz hintenangestellt.
Jetzt ist das Fass voll und die Geduldsfaden dank der schlaflosen Nächte so dünn, wie nie.
In den Wechseljahren blühen dann viele auf. Vielleicht nicht so edel, wie eine Blume im Zeitraffer. Stattdessen mit Blasorchester und Brimborium. Sie haben es satt, sich für andere aufzugeben, die gute Mutter und Ehefrau zu spielen, Sex hauptsächlich für den Partner zu haben und der Befriedigung seiner Wünsche nachzugehen.
Was folgt ist ein Prioritätenwechsel, der nicht selten mit Trennungen, Scheidungen, das Öffnen von Beziehungen, jüngeren Lover:innen, einer Auszeit für Mama, Solo-Reisen, Jobwechsel und einer generellen Infragestellung des Sinn des Lebens einhergeht.
Was sich vielleicht hart anfühlt und klingt, ist gleichzeitig so nachvollziehbar.
Plötzlich sind die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht mehr sekundär und Grenzen werden schneller (und härter) gezogen. Man kann sich das so vorstellen, wie wenn man wochenlang Kleinigkeiten runterschluckt, die einen ärgern und man sie nicht anspricht. Irgendwann platzt dann der Kragen und man explodiert – oft wegen einer Lappalie und verhältnislos. Während der Wechseljahre kommt mit einem Big Bang hoch, was Jahrzehntelang angestaut wurde.
Diese rohe Ehrlichkeit kann aber auch ein großes Geschenk sein. Aufrichtiges Feedback ist plötzlich problemlos möglich, im Job oder Zuhause. Diese Gabe ist allerdings ein zweischneidiges Schwert: einerseits förderlich für Projekte und die eigene authentische Positionierung, andererseits kann es schnell zu ehrlich und zu direkt sein. Ähnlich wie in der Lutealphase gilt hier radical candor: radikale Offenherzigkeit.
7. Die entflammende Lust
Das Erkennen der eigenen Bedürfnisse macht sich nicht nur im Job und der Kindeserziehung bemerkbar – sondern natürlich auch im Liebesleben. Wer meine Arbeit kennt, weiß, dass Bedürfnisse erkennen und Grenzen setzen nicht nur im Bett zur Anwendung kommt, sondern in allen Lebensbereichen.
Vielleicht hast du dich das auch schon gefragt: was ist mit Sex ab 50? Viele ältere Paare, die ich kenne, schlafen ab einem gewissen Alter in getrennten Zimmern. Meist, weil eine:r zu laut schnarcht. Auch deshalb dachte ich als Kind, in dem Alter geht im Bett bestimmt nichts mehr.
Ganzheitlich gesehen, sind die 50er eine super Zeit für Frauen* und Sex. Das Erwachen der weiblichen Lust beginnt häufig in den Dreißigern und kulminiert in den Wechseljahren. Denn auch hier: Frauen* beginnen in dieser Lebensphase sich selbst und ihre eigene Lust zu priorisieren.
Gleichzeitig sind meist die Kinder aus dem Haus oder alt genug, sich um sich selbst zu kümmern und die eigenen Eltern noch nicht pflegebedürftig oder auf Hilfe angewiesen (talking about care Arbeit, die immer noch hauptsächlich Frauen machen). Die klassischen Aufgaben der Ehefrau und Mutter nehmen also ab. Im Job herrscht möglicherweise eine gewisse Stabilität, auch finanziell, und so bleiben weniger Erledigungen und damit einhergehende Sorgen übrig.
Frau* ist also entspannter und verspürt dadurch wieder mehr Lust. Außerdem bleibt das Hormon Testosteron in den ersten Jahren der Menopause noch stabil: unser Sexhormon, das Lust entfacht.
8. Vaginale Trockenheit
Nun haben viele also mehr Zeit für und Lust auf Sex, aber es kann ein Problem in die Quere kommen: eine trockene Scheide.
Trockenheit kann nicht nur beim Sex Schmerzen verursachen, sondern auch andere Bewegungen wie beispielsweise Sport, Laufen, Gehen, Fahrradfahren oder einfach nur Sitzen unangenehm werden lassen.
Häufig greifen Menschen bei vaginaler Trockenheit zu Gleitgel, nicht für penetrativen Sex, sondern aus Mangel an Vergleichsprodukten! Sheila de Liz empfiehlt in ihrem Buch u.a. eine Hormonsalbe mit Östriol – und zwar bereits bei den ersten Anzeichen. Auch hier wünschen wir uns von Hersteller:innen mehr natürliche Produkte, die diese Beschwerden lindern könnten.
Gleichzeitig ist es sehr sinnvoll, Gleitgel in der Schublade zu haben, nicht erst mit den Wechseljahren.
Die vier Frauen im Podcastgespräch betonen aber noch etwas anderes: eine trockene Vagina muss nicht zwangsläufig mit dem Alter zusammenhängen! Sondern liegt auch an den Qualitäten der Liebhaber:innen, der Zeit für Vorspiel und der Tiefe der Verbindung. Ein wahnsinnig wichtiger Punkt für alle, nicht nur Menschen in der Menopause. Oft hören wir nicht auf die Bedürfnisse des Körpers, sondern setzen uns über diese hinweg - oft, um der anderen Person zu gefallen oder weil meist nach wenigen Minuten Vorspiel direkt Penetration folgt.
Die Rednerinnen der Podcastfolge machen sehr deutlich, dass sie mittlerweile mehr auf ihren Körper hören und dies den Partner:innen auch sehr deutlich mitteilen.
9. Zyklustracking – das Tor zu dir
Die emotionale und physische Verbindung mit dem eigenen Zyklus macht nicht nur Sinn, um einer Schwangerschaft vorzubeugen oder gezielt schwanger zu werden. Es ist ein kostenloses Werkzeug und unser bestes Tool, um unsere Stimmung, unser Gemüt und Wohlbefinden besser verstehen zu können. Um uns selbst besser zu verstehen.
Mir gibt das Zyklustracking einen besseren Zugang zu meinem Wesen, meiner Intuition und Gefühlswelt. Es hilft mir, an schwierigen Tagen mehr Geduld mit mir und anderen zu haben sowie an guten Tagen, meine Energie gezielt einzusetzen. Alexandra Pope von der Red School beschreibt den Zyklus als tiefste spirituelle Praxis, die eine Person mit Zyklus erfahren kann.
Zyklustracking ist also eine Form von Selbstfürsorge: ich höre auf meinen Körper, dessen Bedürfnisse, verstehe meine Verletzlichkeit und Stärken besser.
Gerade während der Prä-Menopause kann uns ein regelmäßiges Zyklustracking dabei unterstützen, mögliche Veränderungen im Zyklus frühzeitig wahrzunehmen und gegebenenfalls bereits Anpassungen im Alltag vorzunehmen.
Wer bereits keinen Zyklus mehr hat (oder aus anderen Gründen gerade keinen Zyklus hat: Schwangerschaft, Stillen, Medikamente, Krankheiten, uvm.), kann beispielweise auch die Mondphasen verfolgen und gewisse Stimmungsveränderungen daran abgleichen.
10. Tipps für eine entspannte(re) Menopause
Der Leidensdruck während der Wechseljahre ist hoch und sollte absolut ernst genommen werden – von uns selbst, von Partner:innen, Kindern, Angehörigen und Arbeitskolleg:innen. Diese Zeit kann dunkel, schwer und einsam sein.
Wie oben beschrieben, müssen wir diese Phase nicht allein durchstehen oder unnötig darunter leiden.
Hier einige Ideen, wie du besser auf dich achten kannst:
· Zyklustracking: was kannst du bereits aus den Zyklusphasen (v.a. Lutealphase und Menstruation) über dich lernen?
· Journaling: schreibe deine Gedanken auf, auch wenn sie noch so abstrus oder dramatisch sind. Dadurch schenkst du ihnen Anerkennung und kannst ggf. mit etwas Abstand den Funken Wahrheit darin entdecken.
· Intention: setze dir eine Intention, wie du die Wechseljahre erleben möchtest. Fragen, die du dir stellen kannst: Wie möchte ich mich fühlen? Wie möchte ich gesehen werden? Wie möchte ich nach der Menopause leben?
· Schenke dir Zeit: schenke dir 30 Minuten am Tag nur für dich, in denen du dich um niemanden kümmerst, nur um dich selbst. Wenn 30 Minuten nicht möglich sind, dann versuche dir wenigstens 1% mehr Selbstfürsorge zu schenken.
· Fokus auf Genuss: Setze bei deiner Zeit für dich den Fokus auf Genuss, Vergnügen und Pleasure, anstatt den Sinn des Lebens zu hinterfragen. Was bereitet dir Freude?
· Lass dir Zeit: Sag nicht automatisch „ja“ zu allem, sondern antworte auf Anfragen erst mehrere Stunden später. Sag ggf. Nein.
· Atemübungen: können eine beruhigende, entspannende und achtsame Art sein, dir Zeit für dich zu geben. Beispielsweise Nadi Shodana, die Wechselatmung.
· Hol dir Unterstützung: Informiere dich, spreche mit deinen Liebsten und erkläre ihnen, durch welche Veränderungsprozesse du gerade gehst. Übertrage Aufgaben an andere und erlaube dir, dich mehr zurückzunehmen.
· Suche dir eine Community: wer kann dich auf dieser Reise begleiten? Mit wem kannst du in ehrlichen, authentischen und vorurteilsfreien Austausch kommen? Vielleicht sind das Freund:innen, eine Tanz- oder Meditationsgruppe oder die Begleitung durch eine Coach.
· Vorbilder: was für bemerkenswerte Frauen* in den Wechseljahren kennst du und was schätzt du an ihnen?
· Bewegung: regelmäßige Bewegung und leichtes Krafttraining verlangsamt den Alterungsprozess. Der Körper bleibt fitter, von innen und außen.
· Ernährung: durch bewusste und gesunde Ernährung bleibt der Körper gesund und ist weniger anfällig für Krankheiten.
Ideen u.a. von Alexandra Pope aus ihrem kostenlosen Menopause Mini Kurs (auf Englisch) und der Podcast Folge Die Wechseljahre: Vier Frauen im Gespräch
11. Ein Update für unser Mindset
Ich hoffe, dieser Text ist hilfreich für dich und dein Verständnis über die Menopause. Dieser Artikel spiegelt meine Meinung und meinen jetzigen Wissensstand wider. Ich freue mich über Erfahrungsberichte, Kommentare, Anmerkungen und konstruktives Feedback. Teile diesen Blogeintrag gerne mit Menschen, die davon profitieren könnten.
*Ich erkenne an, dass nicht alle Menschen, die in die Menopause kommen, sich als weibliche Personen lesen und nicht alle, die durch die Menopause gehen, die von mir geschilderten Erfahrungen machen.
12. Ressourcen
Podcast Interview
Die Wechseljahre: Vier Frauen im Gespräch
Onlinekurse
Red School - kostenloser Menopause Mini Kurs (Englisch)
Red School - Menopause: The Great Awakener (Englisch)
Bücher
Christiane Northrup – Weisheit der Wechseljahre: Selbstheilung, Veränderung und Neuanfang in der zweiten Lebenshälfte
Christiane Northrup – Lustvoll durch die Wechseljahre: Sexualität, Lebensfreude und Neuorientierung in der zweiten Lebenshälfte
Claudia Welch - Balance Your Hormones, Balance Your Life: Achieving Optimal Health and Wellness through Ayurveda, Chinese Medicine, and Western Science (Englisch)
Sheila de Liz - Woman on Fire: Alles über die fabelhaften Wechseljahre
Mehr Buchtipps gibt es hier.